FAQ

Hier beantworten wir deine Fragen!

Eine Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) ist eine Wirtschaftsgemeinschaft, in der Verbraucher*innen im Voraus für die Ernte zahlen und den Betrieb so gegen finanzielle Risiken absichern.


Eine SoLaWi unterscheidet sich von konventionell wirtschaftenden Betrieben und auch der Öko-Landwirtschaft, weil es hier um mehr als nur um gesundes Gemüse geht: Es geht auch um gemeinsames Erleben, die Teilhabe an der Erzeugung der eigenen Nahrungsmittel, um das Leben und Teilen gemeinsamer Werte, um ein solidarisches Miteinander.

In einer SoLaWi trägst du mit den Erzeuger*innen gemeinsam Risiko des Anbaus und Erfolg der Ernte. Damit ist es mehr als eine reine Konsumenten-Produzenten Beziehung. Eine Abokiste gleicht fehlende eigene Produkte in der Regel durch Zukauf aus, eine SoLaWi verteilt dagegen nur Erzeugnisse aus eigenen Anbau und ist somit immer saisonal. In der SoLaWi zahlst du nicht für das Gemüse, sondern trägst mit deinem Beitrag den ganzen Betrieb unabhängig vom Ernteerfolg anteilig mit und sicherst ihn so vor Marktschwankungen ab. Gleichzeitig bekommst du auf jeden Fall Gemüse, denn es wird nur für dich angebaut – und nicht an den Meistbietenden verkauft.

Schreib uns eine Nachricht per E-Mail an post@solawi-werne.de oder nutze einfach das Kontaktformular Ernteteiler*in werden. Wir schicken dir dann einen Erntevertrag zu und es kann losgehen.

Der Richtwert für einen Anteil liegt bei 29,15 Euro in der Woche.

Wir stellen auf der Beitragsrunde unser Jahresbudget vor. Die Gesamtkosten des Betriebes im Jahr geteilt durch alle Ernteteiler*innen ergibt den Richtwert, den jede*r rechnerisch im Monat beitragen müsste, um den Betrieb zu tragen. Solidarisch bedeutet aber auch: Der oder die eine gibt weniger, der oder die andere gibt dafür mehr. Der Richtwert bietet Orientierung.

Ernteteilende, die mehr verdienen und/oder denen die Qualität zu gutem Preis mehr Wert ist, dürfen gerne mehr als den Richtwert zahlen. Dadurch können die, die weniger Geld zur Verfügung haben und den Richtwert nicht ganz bezahlen können, trotzdem mitmachen. Was Ernteteilende bezahlen, wird in einem Erntevertrag zwischen Ernteteiler*in und Betrieb festgeschrieben.

Das ist unser Wirtschaftsplan für eine Saison. Er zeigt, wieviel Geld der Betrieb für ein auskömmliches Wirtschaften im anstehenden Erntejahr benötigt, also die Bezahlung von Saatgut, Pflanzgut, Geräten, Lohnkosten, Energiekosten, Versicherungen usw. Das bedeutet, dass wir als Ackercrew nicht gewinnorientiert wirtschaften, sondern eine Vollkostendeckung anstreben, inklusive dessen, was wir zum Leben brauchen.

Was Großartiges! Hier beschließen wir gemeinsam das neue Erntejahr. Alle kommen zusammen, es ist ein Fest gemeinschaftsgetragener Landwirtschaft. Das Jahresbudget und der Richtwert werden vorgestellt und Fragen beantwortet. In der anonymen Beitragsrunde gibst du dein Angebot, was du bereit bist monatlich zu zahlen, ab. Alle Angebote werden ausgezählt. Kommt die benötigte Gesamtsumme zusammen, können wir feiern, wenn nicht, geht es in die nächste Runde und du legst vielleicht nochmal ein bisschen drauf.

Nein. Die Beitragsrunde ist die Grundsteinlegung für die kommende Saison. Wir sind auf die Abgabe deines Angebotes angewiesen, das geht aber auch vorab. Nimm gerne Kontakt mit uns auf (post@solawi-werne.de).  Natürlich ist die Beitragsrunde besonders schön, wenn möglichst viele teilnehmen.

Ja, wenn wir noch freie Ernteanteile zu vergeben haben, kann man auch nachträglich einsteigen, auch in die laufende Saison. Nimm gerne Kontakt mit uns auf (post@solawi-werne.de).

Die Erntesaison beginnt jeweils Anfang März und endet im Februar des Folgejahres.

Das gesäte und gepflanzte Gemüse muss natürlich erst einmal wachsen. Erstes, frisches Gemüse gibt es in der Regel aber bereits Mitte März, denn anstatt einer Pause ernten wir zwischen März und Mai meistens jede zweite Woche. Im Jahr gibt es so, je nach Witterung, ca. 6 Wochen keine Ernte.

Wir versorgen dich wöchentlich mit erntefrischer Gemüse- und Kräutervielfalt. Dabei kommt nur in die Kiste, was auch Saison hat und bei uns auf dem Acker gewachsen ist. Durch eine hohe Vielfalt von rund 80 verschiedenen Gemüse- und Kräuterkulturen wird es nicht nur nie langweilig auf deinem Teller, sondern auch fast das ganze Jahr über etwas geben.

Freu dich also auf frisches Gemüse mit sehr viel mehr Geschmack als du es aus einem Supermarkt gewohnt bist. Denn unser Gemüse wird morgens geerntet, nachmittags kannst du es schon abholen. Außerdem setzen wir auf Sorten mit gutem Geschmack und auf Besonderheiten wie Stielmus, Palmkohl oder bunte Bete (rot, gelb, geringelt).
Bei uns gibt es mehr als nur Gemüse: Unsere Gärtnerei ist Begegnungsort, Lernfeld und Leuchtturmprojekt einer lokalen Agrarwende.

…über das Jahr unterschiedlich groß. Im Sommer ist Gemüsezeit und der Anteil lädt auch mal zum Einkochen ein. Im Winter gibt es etwas weniger. Grundsätzlich setzt sich ein Anteil immer zusammen aus Snackgemüse (z.B. Radieschen, Gurke etc.), Salat (z.B. Rucola, Kopfsalat oder Asia Salat etc.), Kochgemüse (z.B. Spitzkohl, Mangold, Möhren etc.) und Kräutern (z.B. Petersilie, Dill, Schnittlauch etc.). Wenn du Single bist oder nur am Wochenende zum Kochen kommst, kannst du dir deinen Anteil evtl. mit jemanden teilen. Am Ende kannst du nur durch Ausprobieren herausfinden, ob die Menge für dich ausreicht oder zu groß ist.

Neben dem Gemüse aus eigenem Anbau gibt es die Möglichkeit, aus Kooperationen mit anderen Betrieben und Ernteteiler*innen, Kartoffeln, Eier, Honig und Marmeladen in der SoLaWi zu bekommen. 

Wir bieten immer ganze Anteile an, haben aber zusätzlich zwei Möglichkeiten im Angebot:

  1. Du kannst mit jemanden teilen, jede Woche oder ihr teilt euch auf und bekommt jede 2. Woche euren ganzen Anteil. Dazu vermitteln wir dir auch gerne andere Ernteteilende, die sich ihren Anteil teilen wollen.

2. Wenn du keinen zum Teilen findest, kannst du in Absprache mit uns jede zweite Abholung einen ganzen Anteil abnehmen. Sprich uns gerne an!

Ja. Manche Ernteteilende möchten etwas flexibler sein. Siehe „Halbe Anteile“.

Ja. Es gibt Abholgemeinschaften, die dir deinen Anteil wohnortnah mitbringen können. Wir helfen dir gerne, das zu organisieren.

Nicht alle können, wie sie wollen. Und hier greift wieder das Solidaritätsprinzip. Wer Zeit hat, mobil ist und anderen etwas mitbringen kann, organisiert sich in einer wohnortnahen Abholgemeinschaft. Eine Haustürlieferung gibt es allerdings nicht, es sei denn, ihr verabredet Euch entsprechend. Wenn Du an einer Abholgemeinschaft interessiert bist, sprich uns an.

Nein. Wir ernten und waschen das Gemüse und stellen es dann in Kisten in unserem Marktwagen auf dem Gärtnereigelände zur Abholung bereit. Die Ernteteilenden packen selbst und sehen auf einer Tafel, was es in der Woche pro Ernteanteil gibt.

Nein. Wir ernten und waschen das Gemüse und stellen es dann in Kisten in unserem Marktwagen auf dem Gärtnereigelände zur Abholung bereit. Die Abholzeit ist freitags zwischen 15 und 18 Uhr. Wenn sich etwas ändert, liest Du das in der Erntepost (Link zu Newsletter).

Immer Freitag nachmittags steht das Gemüse zur Abholung bereit. Von 15 bis 18 Uhr sind wir für euch da. Solltest du in diesem Zeitraum nicht kommen können, kannst du dich in einer Abholgemeinschaft organisieren oder in Absprache mit uns eine Kiste gepackt bekommen, die wir dir unterstellen, wo du sie jederzeit abholen kannst. Wenn sich etwas ändert, liest Du das in der wöchentlichen Erntepost.

Einen Vertragsentwurf zum Download findet Du hier

Unsere Gärtnerei ist mehr als ökologischer Anbau mit Selbstbedienungs-Stand. Wir sind ein Ort der Begegnung für Ernteteilende und Neugierige. Wir sind ein Treffpunkt fürs Reden, Feiern, Arbeiten, Ernten, Handwerken und vieles mehr.

Ja. Seit Sommer 2025 ist die Gärtnerei Stadtgemüse auch Ausbildungsbetrieb für Gärtner*in der Fachrichtung Gemüsebau.

In Werne-Stockum, direkt auf unserem Acker auf der Höhe Neue Kampstr. (Für das Navi Hausnr. 37).

Du möchtest einen Monat lang ausprobieren, wie es ist, Ernteteiler*in zu sein? Melde dich bei uns und wir können versuchen, dir vier Probeabholungen zum Richtwert zu ermöglichen.

Du rufst Laurin auf dem Acker an oder schreibst eine E-Mail und wir verabreden uns auf dem Acker.
Machen wir Aktionstage um z.B. Größeres wie den Aufbau eines Folientunnels zu bewältigen, informieren wir dich über unseren Newsletter.
Möchtest du miternten, kommst du zu den Erntezeiten einfach dazu. Versprochen: Selbst geerntetes schmeckt immer tausendmal besser.
Wir freuen uns immer über Hilfe und Neugierige auf dem Acker!

Nein! Auch wer weniger zahlt, muss deswegen nicht mehr mitarbeiten. Denn wenig Geld zu haben, heißt nicht zwangsläufig zeitreich zu sein! Wir freuen uns immer über Mithilfe, insbesondere bei der Ernte!

Ja, wir bauen angelehnt an die Kriterien des ökologischen Landbaus an, aber Nein, wir sind nicht biozertifizert.
Wir glauben, dass Zertifikate kein Ersatz für Vertrauen sind und setzen auf direkte Kontrolle durch unsere Ernteteiler*innen.

Am besten suchst du dir eine Vertretung. Vielleicht freut sich dein(e) Nachbar*in? Wenn du keine Vertretung findest, sag uns ab, damit wir nicht umsonst ernten!

Damit wir nicht umsonst ernten, suchst du dir am besten eine Vertretung für deinen Urlaub.
Du bringst sie vorher zu einer Abholung mit, um ihr alles rund um die Abholung zu erklären.